Am gestrigen Samstag um 16:13 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Garstedt, Wulfsen, Salzhausen und Vierhöfen in die Verlängerung des Bornbachwegs alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Kräfte war eine weithin sichtbare Rauchentwicklung zu erkennen.
Rundballen geraten während der Fahrt in Brand
Nach ersten Erkenntnissen transportierte ein Landwirt rund 20 Stroh-Rundballen auf zwei Anhängern zu einem Lagerplatz. Während der etwa 200 Meter langen Fahrt durch einen Kiefernwald gerieten die Rundballen aus bislang ungeklärter Ursache in Brand. Entlang des Waldweges entstanden dadurch mehrere kleinere Brandstellen, die sich teilweise bereits auf den Waldboden ausbreiteten.
Landwirt verletzt sich beim Rettungsversuch
Als der Traktorfahrer den Brand bemerkte, versuchte er noch, den Wald zu verlassen und auf einen angrenzenden Stoppelacker zu fahren. Aufgrund der sich rasch ausbreitenden Flammen musste er das Gespann jedoch vorzeitig stoppen, um zumindest den Traktor zu retten. Beim Abkuppeln der Anhänger zog sich der Mann Brandverletzungen im Kopfbereich zu. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Feuerwehr verhindert Ausbreitung auf den Wald
Die Flammen griffen zusätzlich auf etwa 30 am Einsatzort gelagerte Rundballen über. Die Feuerwehr baute eine Wasserversorgung vom Bornbachweg bis zur Einsatzstelle auf. Zwei Trupps gingen unter Atemschutz gegen die Flammen vor.
Mit Unterstützung durch Landwirte konnten die Löscharbeiten wirksam unterstützt werden. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr wurden die entlang des Waldweges entstandenen Entstehungsbrände mit Pulverlöschern bekämpft. Parallel bearbeiteten die Landwirte den angrenzenden Stoppelacker mit einem Grubber, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Anschließend wurden die brennenden Rundballen mit einem Radlader auseinandergezogen, damit sie gezielt abgelöscht werden konnten.
Zusätzliche Unterstützung für den Einsatz
Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine Ausbreitung auf den angrenzenden Kiefernwald verhindert werden. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen stand zudem ein Rettungswagen zur Absicherung der eingesetzten Feuerwehrkräfte an der Einsatzstelle bereit.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde außerdem der Wechsellader der Feuerwehrtechnischen Zentrale Hittfeld mit dem Abrollbehälter „Geräte“ nachalarmiert, um verschmutzte Schläuche und verbrauchte Atemschutzgeräte auszutauschen.
Nach mehreren Stunden konnten die rund 60 eingesetzten Feuerwehrleute den Einsatz beenden. Die Ursache für den Brandausbruch ist derzeit noch unklar.
Quelle + Fotos: Mathias Wille, Pressewart Freiwillige Feuerwehr der Samtgemeinde Salzhausen