Am gestrigen Montagabend hat die Samtgemeinde Salzhausen das neue Tanklöschfahrzeug TLF 3000 an die Freiwillige Feuerwehr Garstedt übergeben. Nach sieben Jahren Planung ist das Fahrzeug jetzt einsatzbereit und erweitert die Möglichkeiten der Wehr – besonders für Menschenrettung, Brandbekämpfung und Wetterextreme wie Hochwasser und Vegetationsbrände.
Die offizielle Übergabe des neuen Tanklöschfahrzeugs durch die Samtgemeinde Salzhausen an die Freiwillige Feuerwehr Garstedt fand gestern Abend im Garstedter Feuerwehrgerätehaus statt. Zuvor hatte eine Abordnung der Feuerwehr das Fahrzeug am 8. Januar beim Aufbauhersteller Magirus in Ulm abgeholt.
Sieben Jahre Planung – jetzt einsatzbereit
Mit der Indienststellung des TLF 3000 endet ein Prozess, der sich über sieben Jahre erstreckt hat. Nach dieser langen Zeit ist das Ergebnis nun endlich greifbar: Ein modernes Fahrzeug, das die Feuerwehr Garstedt für viele Einsatzlagen gut aufstellt. Es löst sein mittlerweile 34 Jahre altes Vorgängerfahrzeug ab.
Mehr Sicherheit bei Brand- und Wetterlagen
Im Vordergrund stehen Menschenrettung und Brandbekämpfung. Gleichzeitig ist das Fahrzeug aber auch auf die Herausforderungen durch den Klimawandel ausgelegt. Es ist ein starkes Mittel gegen Vegetationsbrände und bringt durch zusätzliche Ausrüstung deutliche Vorteile bei Hochwasser und Starkregen.
Der leistungsfähige Stromerzeuger kann zudem zur Gebäudeeinspeisung genutzt werden, was in vielen Schadenslagen hilfreich ist. Dank des Allradfahrgestells ist das TLF 3000 auch abseits von Straßen einsatzfähig. Mit dem großen Löschwasservorrat, der starken Pumpe und dem Wasser- und Schaummonitor ist es außerdem gut für die Anforderungen in den wachsenden Gewerbebetrieben der Samtgemeinde gerüstet.
Ein Fahrzeug auch für den Verbund
Das TLF 3000 ergänzt die Beladung des Löschgruppenfahrzeugs im Zugverband der Stützpunktfeuerwehr Garstedt. Außerdem gehört es zum Gefahrgutzug der Samtgemeindefeuerwehr und ist Teil des Brandbekämpfungszuges 1 der Kreisfeuerwehrbereitschaft.
Ausstattungsplanung basiert auf Erfahrung
Die Anordnung der Ausrüstungsgegenstände wurde nach den taktischen Erfahrungswerten der FF Garstedt geplant und vom Aufbauhersteller Magirus umgesetzt.
Durch Spenden von Garstedter Betrieben und Privatpersonen konnte der Einsatzwert des Fahrzeugs noch weiter erhöht werden. So kamen Sonderausstattungen wie ein Frontwerfer, ein mobiles Akku-Beleuchtungsgerät und eine Schleifkorbtrage hinzu. In seiner jetzigen Ausstattung kostete das Fahrzeug knapp 450.000 Euro.
Gemeinsam für die Sicherheit im Dorf
Es ist großartig zu sehen, was entstehen kann, wenn engagierte Ehrenamtler aus Feuerwehr und Kommunalpolitik gemeinsamen mit fördernden Privatpersonen und Betrieben an einem Strang ziehen.
Ganz im Sinne des immer noch aktuellen Leitsatzes der Feuerwehr:
Gott zur Ehr' dem nächsten zur Wehr!
Einen Dankeschönabend für die Spender des Frontwasserwerfers wird die Freiwillige Feuerwehr Garstedt im Frühjahr veranstalten.