Niedersachsens Umweltminister ruft zum Wassersparen auf | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Niedrige Grundwasserstände und trockene Gewässer sorgen weiter für eine angespannte Lage in Niedersachsen. Umweltminister Christian Meyer appelliert deshalb an Haushalte, Landwirtschaft und Kommunen, Wasser bewusster zu nutzen.

Niedersachsens Umweltminister ruft zum Wassersparen auf

Zum Pfingstwochenende mit Temperaturen von bis zu 30 Grad hat Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer die Menschen zu einem sparsameren Umgang mit Wasser aufgerufen. Hintergrund sind weiterhin niedrige Grundwasserstände in vielen Regionen des Landes – trotz der teils kräftigen Niederschläge im Mai.

Angespannte Lage in Niedersachsen

Nach Angaben des Umweltministeriums liegen derzeit rund 60 Prozent der Messstellen in Niedersachsen unter dem langjährigen Durchschnitt für den Monat Mai. Neun Messstellen unterschreiten sogar bisherige Tiefstwerte. Auch die Talsperren im Harz sind weniger gefüllt als üblich.

Meyer sieht die Ursachen vor allem in den Folgen der Klimakrise. Höhere Temperaturen würden die Verdunstung verstärken, während Flüsse und Gewässer zunehmend austrocknen. Gleichzeitig werde Grundwasser, aus dem ein Großteil des Trinkwassers gewonnen wird, knapper.

Folgen für Landwirtschaft und Haushalte

Besonders betroffen seien laut Ministerium die Landwirtschaft, die öffentliche Wasserversorgung und natürliche Gewässer. In den vergangenen Sommern hatten mehrere Landkreise und Städte bereits Einschränkungen für die Wasserentnahme verhängt – etwa für das Bewässern von Gärten oder landwirtschaftlichen Flächen.

Der Minister appellierte zudem an private Haushalte, den Wasserverbrauch einzuschränken. Vor allem das Befüllen von Pools und intensive Gartenbewässerung sollten in Zeiten von Wasserknappheit möglichst vermieden werden.

Parallel arbeitet die Landesregierung derzeit an einer Überarbeitung des Niedersächsischen Wassergesetzes, um den Umgang mit Wasser stärker an die Folgen des Klimawandels anzupassen.